WM 2006
Eine reine Kommerz–Veranstaltung
Im
Sommer 2006 findet wie alle vier Jahre die WM-Endrunde statt. Dieses Mal findet
sie in Deutschland statt. Aber der Fußball ist bei der WM nur nebensächlich.
Bei der WM treffen sich die größten kapitalistischen Konzerne der Welt, wie
Adidas, Nike, Reebok, etc. Doch was sich niemand vor Augen führt, ist das Leid
derer, die tagtäglich stundenlang Millionen von Fußbällen, sowie Fußballdressen
in allen Größen und Variationen herstellen. Diese „Fanartikel“ werden nicht von
Maschinen in Massen produziert, sondern von den Arbeiterinnen und Arbeitern,
die zu einem großen Teil noch Kinder sind. Jeder einzelne Ball und jedes
einzelne Dreß sind handgemacht und handgenäht und das für weniger Lohn, als
erforderlich, um als arm zu gelten. Die Kinder die in diesen Fabriken arbeiten,
haben weder irgendwelche Rechte was Arbeitsbedingungen betrifft, noch
irgendeine andere Möglichkeit zu überleben. Diese Kinder stammen aus armen
Familien, die nicht ansatzweise genug Geld besitzen, um ihren Kindern eine
Bildung zu ermöglichen. Diese Kinder müssen hart arbeiten, und das von klein
auf, um sich und ihre Familien zu ernähren und ihr nacktes Überleben zu
sichern. Diese Menschen leben in Baracken, die - aus Kartons zusammengebaut -
irgendwo in der Gosse stehen.
Um
diesen Menschen zu helfen, bleibt uns nur eines zu tun. Wir müssen in
Solidarität mit bestehenden Kämpfen dieser Ausgebeuteten alle
Weltmeisterschaften, Europameisterschaften etc. boykottieren. Sportliche
Wettbewerbe sind eine Sache und auch zu unterstützen, aber
Kommerz-Veranstaltungen die nur den Zweck haben, den Herrschenden noch mehr
Profit zu beschaffen und auf denen die Konzernherrn ihren Kavier und Sekt in
vollen Zügen genießen, müssen boykottiert werden. Wir müssen wieder zurück und
zwar dahin, als sich noch Arbeiterinnen und Arbeiter in Sportvereine zusammen
geschlossen haben und nicht nur an das ****** Geld dachten. In diesem Sinne
solidarisiere ich mich mit dem Aufruf des Fanklub des SK RAPID WIEN (ULTRAS),
den sie in Graz vorbrachten: „JETZT AGIEREN – EM 2008 BOYKOTTIEREN!“
berger