| Wenn der Kriegsverbrecher Bush am 21. Juni nach
Österreich kommt:
Alle in den Streik, alle auf die Straße!
Auf der REVOLUTION-Aktionskonferenz für den
Schulstreik gegen den Bush-Besuch um den 21. Juni beschlossene
Resolution
1. Der Besuch des US-amerikanischen Präsidenten in Österreich
anlässlich des EU-USA-Gipfels ist eine Provokation. Mit Bush kommt
der
größte Kriegsverbrecher auf diesem Planeten nach
Österreich. Er und seine
herrschende Clique in Washington sind verantwortlich
* für die Überfälle auf und die Besatzung
von Afghanistan und Irak,
* für den drohenden Angriff – sogar mit Nuklearwaffen! – auf den
Iran,
* für die Unterstützung und Finanzierung Israels bei seiner
Terrorpolitik gegenüber der palästinensischen
Bevölkerung,
* für die Folterungen in Guantanamo und Abu Ghraib,
* für den radikalen Sozialabbau und die massiven
Steuerbegünstigungen
zugunsten der Reichen.
2. Der Bush-Besuch fällt in die Periode der
unmittelbaren
Vorbereitung eines neuerlichen Angriffskrieges des US-Imperialismus
gegen
ein Land mit reichen Erdölvorräten – diesmal den Iran. Nicht
genug damit,
dass die USA Afghanistan und später den Irak überfielen und
besetzen – jetzt
schrecken die Kriegsherren in Washington nicht einmal davor
zurück, einen
Krieg gegen den Iran mit Atombomben zu planen! Es geht daher in den
kommenden Monaten darum, neuerlich eine Antikriegsbewegung aufzubauen,
die
den Widerstand gegen die imperialistische Kriegspolitik auf die
Straße, in
die Schulen und Betriebe trägt. Es ist unsere Verantwortung, der
Welt durch
kraftvolle Proteste gegen den Kriegsverbrecher Bush ein deutliches
Zeichen
zu setzen, dass wir keinen Überfall auf den Iran hinnehmen!
3. Wir wissen, dass Bush nicht alleine für diese
Verbrechen
verantwortlich ist. Er ist nur ein Handlanger der herrschenden Klasse
in den
USA. Letztlich liegt die Ursache für die Zunahme von Kriegen,
Armut und
Umweltzerstörung im globalen System, in dem wir leben. In diesem
weltweiten
System des Imperialismus befindet sich die Menschheit unter der
Herrschaft
einiger weniger Großmächte und einigen hundert Konzernen,
die sich
miteinander um die Beute streiten. In ihrer Gier nach immer mehr
Reichtum
führen die Herrschenden Krieg nach außen und nach innen.
Nach außen, in dem
sie die Rohstoffe und Reichtümer armer Länder
ausplündern und gegen
widerspenstige Staaten mit Drohungen und Kriegen vorgehen; nach innen –
indem sie den Sozialstaat zertrümmern, die Bildung
zurückschrauben und den
Rassismus aufpeitschen und somit unsere Zukunft gefährden. Solange
der
Kapitalismus weiterbesteht, gibt es für uns kein Leben in
Würde.
4. Deswegen richtet sich unser Widerstand nicht gegen
„die
Amerikaner“, sondern gegen die Mächtigen, die Reichen und
Generäle (genauso
wie wir die Machthaber in der EU und in Österreich ablehnen). Die
Lohnabhängigen, die Jugendlichen, die ImmigrantInnen, die
Antikriegsbewegung
in den USA sind hingegen unsere Verbündete, denen unsere ganze
Solidarität
gilt.
5. Als größter Kriegsverbrecher und
Handlanger der Großkonzerne und
Ölmultis ist Bush ein einzigartiges Symbol für das
imperialistische System.
Mit seinem Besuch und dem damit verbundenen EU-USA-Gipfel fällt in
diesen
Tagen das Licht der Weltöffentlichkeit auf Österreich. Nicht
nur die
herrschenden Klassen aller Länder blicken auf die Ereignisse in
Wien und im
Marchfeld. Die weltweite Antikriegsbewegung, die Widerstandsbewegungen
im
Irak und Palästina, die Bevölkerung im Iran, die
ImmigrantInnenbewegung in
den USA – sie alle werden die Ereignisse um den Bush-Besuch mit
großem
Interesse verfolgen. Sie werden hoffen, dass auch in Österreich
tausende
Menschen auf die Straße gehen, um ihre Abscheu gegen den
Kriegsverbrecher
Nr. 1 zum Ausdruck zu bringen.
6. WIR werden diese Hoffnungen nicht enttäuschen!
WIR werden große
und massive Widerstandsaktionen gegen den Bush-Besuch organisieren. Wir
sind
daher seit Anfang an Teil des Bündnisses BUSH GO HOME, an dem
zahlreiche
Organisationen unterschiedlicher politischer Ausrichtung teilnehmen,
und die
von diesem geplante Großdemonstration anlässlich des
Bush-Besuches um den
21. Juni. Wir wollen einen entscheidenden Beitrag leisten, damit Wien
in
eine Anti-Bush-Stadt verwandelt wird. Im Vorfeld des Besuches und
währenddessen sollen durch zahlreiche Initiativen und Aktionen in
Schulen
und auf der Straße auf den Bush-Besuch und die amerikanische
Kriegspolitik
aufmerksam gemacht werden. Wir werden dort wo es möglich ist,
SchülerInnen-Aktionskomitees aufbauen, die solche
Protestaktivitäten
organisieren. Wir werden Aktionsgruppen bilden, die die Proteste gegen
den
Bush-Besuch vorbereiten.
7. Für uns als SchülerInnen steht die
Organisierung des Schulstreiks
im Vordergrund. Wir rufen am Tag der Ankunft von Bush – dem Tag X – zum
Schulstreik auf! Wenn Bush kommt, dann verbringen wir die Zeit nicht im
Klassenzimmer, sondern auf der Straße! Die Öffentlichkeit
soll sehen, dass
wir nicht die braven, unpolitischen SchülerInnen sind, wie uns die
Herrschenden gerne hätten. Für das Leben lernen, heißt
im Juni: Wir lernen
Widerstand zu leisten gegen Krieg und Besatzung!
8. Der Schulstreik – der mittlerweile auf unsere
Initiative hin auch
vom SchülerInnenparlament in Wien unterstützt wird – muss von
unten, an der
Basis in den Schulen, organisiert werden. Doch offizielle
Beschlüsse reichen
nicht aus, um einen Schulstreik und andere Widerstandsaktionen zu
organisieren. Dazu brauchen wir SchülerInnen-Aktionskomitees in
den Schulen,
die den Widerstand an der Basis organisieren und sich miteinander
vernetzen.
9. Wichtig hierfür ist auch, die Lehren der
STREIK-Kampagne gegen
den Bildungsabbau im Herbst 2005 zu ziehen. Um eine Spaltung der
Protestbewegung zu verhindern, rufen wir die SJ-Spitze auf, nicht
neuerlich
den Alleingang zu wählen, sondern mit anderen Organisationen
zusammenzuarbeiten. Wir fordern daher von der SJ-Spitze, weiterhin mit
den
anderen Organisationen im Bündnis BUSH GO HOME zusammenzuarbeiten
sowie mit
REVOLUTION und anderen Organisationen gemeinsam den Schulstreik zu
organisieren.
10. Die nächsten Schritte in unserer
Anti-Bush-Kampagne sind folgende
Aktionen:
* 1. Mai – Internationalistische Demonstration:
Treffpunkt ab 9.00 vor der
Oper
* 13. Mai Protestdemonstration gegen den
EU-Lateinamerika-Gipfel
* 13. Mai BUSH GO HOME-Fest (nach der Demo),
Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070
Wien
* 31. Mai: Aktionskonferenz der
SchülerInnen-Aktionskomitees
* 17./18. Juni: Große Versammlung zur politischen
und organisatorischen
Vorbereitung der Anti-Bush-Proteste
* 21.-23. Bush-Besuch – Schulstreik,
Großdemonstration usw.!!!!!! Alle in
den Streik, alle auf die Straße!
BUSH GO HOME!
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