Gegen Krieg und
Kapitalismus – gegen den israelischen Angriffskrieg!
Am 12. Juli marschierte die israelische Armee in den
Libanon ein, nachdem zwei israelische Soldaten entführt wurden. Einen Tag
später startete die israelische Armee ihre Offensive gegen den Libanon. Dies
ist nicht der erste Krieg den Israel gegen den Libanon führt. Schon 1978 und
1982 marschierte Israel in den Libanon ein, ein weiterer Angriff erfolgte 1996
dessen Ergebnis 200 getötete Zivilisten und 500.000 Menschen auf der Flucht
waren.
Diese Massaker und Gräueltaten werden jetzt nun
wiederholt. Seit fast nun drei Wochen ist der Libanon ständigen Angriffen durch
die israelische Armee ausgesetzt. Das Resultat der permanenten Luftangriffe
sind bis jetzt fast 400 getötete LibanesInnen. Durch die israelische Bedrohung
wurden mittlerweile fast eine Million Menschen aus dem Libanon vertrieben – das
sind mehr als ein Viertel (!!!!) der gesamten Bevölkerung. Der Chef der
israelischen Streitkräfte, Dan Halutz, fasste Israels Absichten in einem Satz
zusammen: „Wenn die Soldaten nicht frei gelassen werden, werden wir die Uhr
Libanons um 20 Jahre zurückdrehen!“
Doch in Wirklichkeit war die Entführung des israelischen
Soldaten nur ein guter Vorwand für Israel um ihre Terrorherrschaft im Nahen
Osten weiter auszuweiten. Durch ihre ständige Besatzung Palästinas und als
braver Handlanger des US-Imperialismus ist Israel ständigem Widerstand
ausgesetzt. Dieser Widerstand richtet sich gegen die fast 60 jährige Besetzung
von Palästina, gegen die zahlreichen Massaker die durch die israelische Armee
angerichtet wurden, gegen das Verweigern der banalsten Lebensnotwendigkeiten
der PalästinenserInnen – kurz gesagt gegen alle Resultate der militärischen
Interventionen im Interesse des Profites. Dieser Widerstand ist absolut
gerechtfertigt und muss unterstützt werden. Damit Israel sein Einflussgebiet
weiter ausdehnen kann, muss es zuerst den Widerstand zurückdrängen – dies ist
der Hintergrund dieses Krieges: politischer, militärischer und wirtschaftlicher
Einfluss!
Um diese Kriege finanzieren zu können wird gleichzeitig
bei den israelischen ArbeiterInnen und Jugendlichen gespart: Kürzung von
Pensionen, Verkauf von vielen Staatsbetrieben und als Folge massive
Entlassungen, 400.000 Familien ohne eine gesicherte Lebensmittelversorgung.
Auch wenn diverse Politiker meinen, man könne doch ein
bisschen weniger Angriffe machen, muss Israel keine Angst davor haben gestoppt
zu werden. Der weltweite Imperialismus stellt sich auf die Seite Israels und
somit gegen die getöteten Zivilisten und die Flüchtlinge. Der Kriegsverbrecher
Nr. 1, George W. Bush, sagte der israelische Angriff sei eine gerechtfertigte
Antwort gegen den Terror. Doch dies ist kein Wunder, berücksichtigt man, dass
Israel massiv von den USA finanziert wird und somit deren Statthalter im Nahen
Osten ist. Im Jahr 2005 bekam Israel eine militärische Finanzspritze von ganzen
2,2 Milliarden Dollar.
Der Kapitalismus ist ein System, das notwendigerweise
Kriege und Besatzung produziert. Durch um seine Gier an Profit zu stillen, muss
er immer mehr Nationen unter seine Herrschaft bringen, immer mehrere Länder
kontrollieren um deren Rohstoffe anzapfen zu können – zusammengefasst muss er
sich in einen ständigen Krieg, der sowohl geprägt sein kann durch
wirtschaftliche Ausbeutung als auch durch militärische Interventionen, begeben.
Diesem Krieg fallen Zivilisten, d.h. ArbeiterInnen, Kinder, Jugendliche, zum
Opfer.
Die Hisbollah, gegen deren Hochburgen Angriffe geflogen
werden, ist eine politisch zutiefst rückständige Kraft. Doch auch wenn wir zur
Hisbollah massive politische Differenzen haben, unterstützen wir sie in ihrem
Kampf gegen den US-Imperialismus. Die scheint ein massiver Widerspruch zu sein.
Doch ein Rückschlag für Israel bedeutet einen enormen Schritt vorwärts für alle
fortschrittlichen Kräfte im Nahen Osten, die sich gegen Krieg und Besatzung
aussprechen. Deshalb unterstützen wir alle Aktionen, die zu diesem Rückschlag
führen und unterstützen darum den bewaffneten Widerstand der Hisbollah gegen
die israelische Militärmaschinerie.
Doch es reicht nicht, nur für die Unterstützung der
Hisbollah aufzurufen. Auf der ganzen Welt können wir mit Massenaktionen gegen
den Krieg Druck auf die Herrschenden machen, deren System solche Kriege
produziert. Deshalb rufen wir die komplette Anti-Kriegsbewegung zu
Massenaktionen gegen den ungerechtfertigten Krieg Israels gegen den Libanon
auf. Mitte September wird es in Wien eine Demonstration gegen Krieg geben. Wir
wollen es schaffen, hunderte von Menschen auf die Straße zu bringen um ein
kraftvolles Zeichen gegen diesen Krieg und gegen mögliche weitere Angriffe auf
den Iran oder Syrien zu setzen. Bis zu dieser Demonstration werden wir
Infotische veranstalten, Flyer verteilen, Buttons und Transparente produzieren.
Alleine werden wir diesen und weitere Kriege nicht stoppen können. Jede weitere
Faust, die gegen dieses System von Kriegen und Besatzung kämpfen möchte ist ein
Schritt vorwärts in unserem Kampf gegen den Kapitalismus und seine Resultate.
Kämpfen wir gemeinsam:
ONE SOLUTION – REVOLUTION!