Angriffe auf Roma in SüditalienAngriffe auf Roma in Süditalien
In Italien gab es in letzter Zeit, vor dem Hintergrund einer gewalttätigen Auseinandersetzung bei der ein Faschist zu Tode kam, mehrere Angriffe von Faschisten gegen Roma. Die Rechtsradikalen haben sogar Molotow-Cocktails (selbst gebastelte Brandsätze) geworfen und somit versucht die Lager zu zerstören. Die vordergründige Ursache für den starken Hass gegen die Roma ist das massive Müllproblem und die soziale Misere in der sich Süditalien befindet. In Wirklichkeit aber sind die Roma nicht für die Armut oder auch die miserable hygienische Lage verantwortlich, sondern die Reichen, die auf Kosten der Bevölkerung Geld scheffeln. So hat die Mafiafamilie Camorra einen Deal mit den Industrieunternehmern Norditaliens bezüglich dem Vernichten von Giftmüll gemacht. Die Mafia wurde bezahlt, den giftigen Industriemüll Norditaliens wegzuschaffen. Der gesamte Müll wurde daraufhin einfach in die wirtschaftlich verarmten Städte Süditaliens umdeponiert.
Der Gestank, die damit verbundenen Krankheiten, wurden den Roma in die Schuhe geschoben. Der Todesfall war somit nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Die Regierung Berlusconi hat sich nach diesen Geschehnissen auf die Seite der Faschisten geschlagen und ein Gesetz erlassen, dass alle Roma, die in Lagern leben ihre Fingerabdrücke abzugeben haben. So kann die Regierung auch gleich illegal eingewanderte Roma abschieben. Hunderte von DemonstrantInnen gingen daraufhin in Neapel auf die Straße und protestierten gegen die Faschisten und die Regierung. Dieser Vorfall zeigt, dass Minderheiten und MigrantInnen oft als Sündenböcke dienen, um von den tatsächlichen Schuldigen – den Reichen und UnternehmerInnen abzulenken. Für alle fortschrittlichen, antirassistischen Jugendlichen und ArbeiterInnen in Italien und international ist es deswegen wichtig, jetzt ihre Stimme zu erheben und einzutreten für:
1., Gleiche Rechte für Roma und andere Minderheiten
2., Abschaffung aller rassistischen Gesetze, die Minderheiten das Leben erschweren (Wohnrecht, Arbeitsrecht, etc.)
3., Offene Grenzen / sofortiges Bleiberecht für Alle!
4., Organisierte, kämpferische Demonstrationen gegen die Faschisten und die Regierung
5., Schutztruppen, bestehend aus ItalienerInnen und Roma, zur Verteidigung der Romalager
6., Abschaffung des Besitzes der Reichen, der Mafia und der UnternehmerInnen und Verteilung des Reichtums auf alle Jugendlichen, ArbeiterInnen und Arbeitslose! Direkte Kontrolle der Jugendlichen, ArbeiterInnen und Arbeitslosen über den Staat durch die Ergreifung der Staatsmacht, durch eine Revolution! |