Liga der Sozialistischen Revolution

 

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Der Kaukasus-Krieg

Seit dem 8. August herrschen in Südossetien, überhaupt in ganz Georgien Ausnahmezustände. Städte werden ohne Vorwarnung bombardiert, zivile Ziele ohne Rücksicht auf Verluste angegriffen, Menschen werden zu tausenden zur Flucht gezwungen oder getötet. Laut Angaben der EU sind 150.000 Menschen aus Georgien auf der Flucht vor dem Krieg um die international nicht anerkannte Republik Südossetiens, wo seit Beginn des Konflikts auch 2000 (nach der russischen stellvertretenden Außenministerin) Menschen ums Leben gekommen sind, die georgischen Todesopfer nicht eingerechnet.


Fast wäre der derzeitige Konflikt in Georgien bei den US-Medien durch die Olympischen Spiele überschattet worden, da sich die Fernsehsender um die Exklusivrechte an dem sportlichen Spektakel des Kapitals stritten. Sonst immer schnell zur Stelle dauerte es bei dem noch-US-Präsidenten Bush 2 Tage bis er zu den Angriffen Stellung nahm.



Seit etwas mehr als einem Jahrzehnt ist Südossetien nun eine – international nicht anerkannte – autonome Republik. Seit dessen besetzen dort unter anderem 500 georgische und auch russische „Friedenstruppen“ unter Billigung der UNO das Gebiet.

In der Nacht zum 8. August dieses Jahres marschierten georgische Truppen in Südossetien ein um „den verfassungsrechtlichen Standard“ – so der georgische Präsident Saakaschwili – wiederherzustellen. Die Hauptstadt Zchinwali wurde unter schweren Beschuss genommen. Die Stadt wurde völlig zerstört. Laut den Angaben des russischen Außenamtes kamen rund 1600 Menschen ums Leben. Etwa 30 000 Flüchtlinge haben Südossetien verlassen.

Russlands Antwort äußerte sich in einem raschen Bombardement der Stadt Gori. Nach dieser Machtdemonstration begannen sich die georgischen Truppen am 10.August (2. Tag des Krieges) zurückzuziehen.

Viele weitere Informationen und Angaben, die man aus der Krisenregion erhält sind widersprüchlich, oder nicht klar bestätigt, über den weiteren genauen Verlauf des Krieges kann man sich nicht 100%ig sicher sein.

Klar ist, dass Russland des weiteren nutzen wird, dass ca. 90 % der Bevölkerung einen russischen Pass besitzen, um ihre Besetzung in Südossetien zu rechtfertigen und ihre Macht in Südossetien zu vergrößern.

Doch genau so wenig wie die georgische, europäische, amerikanische Regierung interessiert es die russische Regierung, wie es den Menschen in Südossetien tatsächlich geht.

Wenn Häuser zerstört werden. Kinder von Bombeneinschlägen, Hände und Beine weggefetzt werden. Frauen von Soldaten vergewaltigt und ermordet werden, kümmert das die Generäle und die Staatsmänner und –Frauen reichlich wenig. Das, was diese reichen Bonzen interessiert ist ihr politisch/militärischer Einfluss um den wirtschaftlichen Einfluss zu vergrößern.


Soll Südossetien unabhängig werden?


Wie jedes Volk, muss auch die Bevölkerung in Südossetien das Recht haben sich unabhängig zu machen. Und Unabhängigkeit bedeutet KEINE sogenannten „Friedenstruppen“ mit oder ohne Mandat! Weder UNO noch ihre „Friedenstruppen“ werden den Frieden bringen. Die UNO ist nichts anderes als ein Organ um die kapitalistische Weltordnung aufrecht zu erhalten, und die Macht der reichen imperialistischen Länder über die armen „halbkolonialen“ Länder.

Um aber echte politische Unabhängigkeit und Freiheit zu erreichen müssen sich die Menschen, also die ArbeiterInnen und Bauern in Zentralasien sowie international vereinen und mit einer Revolution die Fesseln der Unterdrückung sprengen. Eine neue Gesellschaft muss her; Sozialismus! Proletarier aller Länder vereinigt euch!

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Faktenbox


Mehrerere zerstörte Städte und Dörfer

(z.B. Hauptstadt Zchinwali)

Über 2000 Tote

Über 30.000 Kriegsflüchtlinge


 

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