Liga der Sozialistischen Revolution

 

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Stellungnahme zur Diskussion im SchülerInnenparlament zum Antrag gegen Videoüberwachung

von Christopher (Schulsprecher der kleinen Sperlgasse und REVOLUTION-Aktivist)



Der von mir eingebrachte Antrag (ursprünglicher Antrag hier zu sehen) traf in den Reihen der SchülervertreterInnen auf unterschiedliche Meinungen.
Die AKS [Achse] zeigte sich sehr euphorisch darüber und fügte dem Antrag noch drei weitere Punkte hinzu.

•    Keine Videoüberwachung an Schulen
•    Keine Aufzeichnung der schon vorhandenen Videokameras
•    Verpflichtende sozialpädagogische Betreuung an Schulen wo Gewaltprobleme auftreten.

Diese Punkte gehen in die richtige Richtung, vor allem der zweite Punkt greift jedoch zu kurz.
Wir dürfen nicht nur gegen Aufzeichnung der schon vorhandenen Videokameras sein, sondern müssen für deren Demontage eintreten!

Nachdem ich den Antrag vorgestellt hatte, haben sich sofort, wie bei jedem Antrag, drei Gruppen gebildet. Eine Pro, eine Contra und eine abstimmfaule Gruppe die sich enthält.
Meist Privatschulen argumentieren damit, dass es zu unserem Schutz wäre und das Kameras die Gewalt von Schulen fern halten würde.
Fernhalten und somit verlagern.

Die RednerInnenliste wurde, nach nicht einmal einer halben Stunde Diskussion, geschlossen.
Dies zeigt auch den Unwillen einiger sich mit solchen gesellschaftskritischen Themen auseinander zu setzten.
Ein weiterer Tiefpunkt war die „Kastration“ des Antrages.
Von sechs Punkten wurden fünf entfernt und durch die Phrase „Jede Schule soll autonom entscheiden“ ersetzt.

Jedoch war es sehr schön zu sehen, das ein, nicht kleiner Teil, der SchülerInnenvertretung die Problematik des Themas verstand und diese auch zur Sprache brachte.
Ich persönlich sehe diesen Antrag nur teilweise als Niederlage. Der Antrag würde verstümmelt, jedoch wurde eine Botschaft übermittelt die bei einigen angekommen zu sein scheint.

Das Thema wurde, wenn auch nur minimal, aufgearbeitet und zur Sprache gebracht um so einen kritischeren Blickwinkel ermöglichen zu können und, wie schon erwähnt, nicht kleiner Teil des SIPs hatte eine sehr positive Reaktion darauf. Jetzt ist es wichtig den Widerstand gegen Videoüberwachung aktiv anzugehen und die angenommene politische Resolution auch in die Praxis umzusetzen.
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